Unter dem Pseudonym Isabella M. verkaufte sie sich vor fast einem Jahr gegen 50'000 Euro als Titelstory in der Zeitschrift BUNTE – inklusive Foto. Nun wehrt sich die Ex-Geliebte von Jörg Kachelmann mit einer Flut von anwaltlichen Abmahnungen dagegen, dass die Medien über sie berichten mit abgekürztem echtem Namen. Auf den ersten Blick wirkt das grotesk. Diese «Litigation-PR» könnte jedoch gezieltes Kalkül sein – um nochmals Aufmerksamkeit zu erregen. Und es hilft dem angeklagten Wettermoderator.
So präsentierte sich "Isabella M." am 29. April 2010 in der Zeitschrift BUNTE (Auflage ca. 680'000 Stück):
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Als "Isabella M.": Ex-Geliebte von Jörg Kachelmann
mit Bild und Pseudonym als Titelstory in BUNTE vom 29.4.2010 |
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Mit Bild und Vornamen genannt:
Kachelmanns Ex-Geliebte Viola S. |
Inzwischen ist bekannt: Die Ex-Geliebte von Jörg Kachelmann liess sich das Gespräch vom führenden deutschen People-Magazin 50'000 Euro honorieren, was selbst beim Gericht für grosse Irritationen sorgte, das sich im Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann seit Monaten ein Bild zu machen versucht. Zahlreiche Medien nannten darauf "Isabella M." mit dem richtigen Vornamen Viola und kürzten ihren Nachnamen mit S. ab. Und erneut schien die Frau nichts dagegen einzuwenden, abgelichtet und in allen Medien mit Gesicht erkennbar publiziert zu werden.
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Kompromiss auf Bild.de?
"Ex Freundin Viola kämpft gegen Medien" |
Inzwischen sind die meisten Journalisten wieder zum Pseudonym "Isabella M." zurückgekehrt. Möglicher Grund: Über eine Anwältin liess sie an mindestens 18 Medienhäuser Abmahnungen senden. Die Nennung des Vornamens verletze ihre Persönlichkeitsrechte, lässt sie unter Androhung von Klagen ausrichten. Kein Wunder entbrennt nun eine Debatte darüber, wie hoch in diesem Fall der Persönlichkeitsschutz zu werten ist. Ein Medienanwalt stellt unmissverständlich klar: «Es geht nicht an, einerseits für Geld die Identität und persönliche Details plakativst offenzulegen und dann zu sagen, ich möchte meine Privatsphäre schützen. Entweder ich mache die Tür auf oder ich mache die Tür zu.»
Mindestens als grotesk muss man das Verhalten der Frau interpretieren. Die Geister, die sie auf zweifelhafte Art und Weise gerufen hat, wird sie mit rechtlichen Drohgebärden jedenfalls nicht los. Wer sich derart ins öffentliche Rampenlicht drängt, kann im gleichen Kontext kaum glaubhaft auf den Schutz der Privatsphäre pochen.
Nun könnte es aber auch sein, dass Viola S. die Medien subtil an der Nase herumführt: Denn mit ihren grossflächigen Abmahnungen bewirkt sie nicht etwa, dass sie aus den Schlagzeilen verschwindet. Sondern vielmehr das Gegenteil: Erneut stellt sich Viola S. ins öffentliche Schaufenster – die Medien inklusive die Nachrichtenagentur DPA berichten gross über ihre anwaltliche Offensive. Und genau das könnte ihr strategisches Kalkül sein. Zumindest muss die Frage erlaubt sein: Wäre es nicht besser, einfach zu schweigen, wenn man seine eigene Privatsphäre schützen und sich aus den Medien zurückziehen will? Im Fall von Viola S. wäre dies definitiv die bessere Strategie.
«Fakt ist: Mit der rechtlichen Offensive stellt sich die Frau erneut aktiv ins Rampenlicht.»
Wie auch immer: Über das Verhalten seiner Ex-Geliebten darf sich auch Jörg Kachelmann insofern freuen, als es ihm Sympathien bringt. Dass sich Viola S. in der öffentlichen Wahrnehmung derart irrational verhält, hilft ihm.
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